Nach einem Jahr Pandemie beginnt sich der Immobiliensektor in Spanien allmählich auf das Vorkrisenniveau zu erholen.
Dies geht aus dem neuesten Bericht zur Entwicklung des IRAI (Immobilienaktivitätsindex) hervor, der vom spanischen Colegio de Registradores (Zentralverband der Grundbuchämter) erstellt wurde. Demnach erholte sich die Immobilienaktivität im vierten Quartal – wenn auch moderat – von dem starken Einbruch im zweiten Quartal 2020 infolge der Pandemie.
In der Provinz Alicante ist die Erholung besonders deutlich zu erkennen. Laut der vom spanischen Statistikamt INE veröffentlichten Statistik zu Eigentumsübertragungen wurden im ersten Quartal 2021 insgesamt 7.786 Immobilienverkäufe verzeichnet – 3.027 mehr als im zweiten Quartal 2020, als es 4.759 Verkäufe gab.
Trotz dieser Erholung liegt die Immobilienaktivität noch unter dem Vorkrisenniveau: Im ersten Quartal 2020 – also vor Verhängung des Alarmzustands – wurden in der Provinz Alicante 9.033 Verkäufe registriert, das sind etwa 16 % mehr als im ersten Quartal 2021.
Auch wenn derzeit noch keine offiziellen Zahlen vorliegen, deutet vieles darauf hin, dass sich das Aktivitätsniveau im zweiten Quartal 2021 weiter verbessern wird und – sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten – im dritten Quartal oder wahrscheinlich zu Beginn des vierten Quartals 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreicht wird.
Was die Costa Blanca und insbesondere die Region um Altea betrifft, so ist es zwar noch zu früh für eine abschließende Bewertung, doch alles deutet darauf hin, dass das Vorkrisenniveau beim Immobilienverkauf noch vor Jahresende deutlich übertroffen wird. Worauf stützen wir diese Prognose? In erster Linie auf einen objektiven und nicht bestreitbaren Fakt, bereitgestellt vom Verband der Grundbuchämter: In der Provinz Alicante stiegen die Verkaufszahlen im Jahresvergleich um 7,5 %, in Altea sogar um 20,2 %.
Ein weiterer Faktor: Orte wie Altea, mit einer überschaubaren Einwohnerzahl, direkter Nähe zum Meer, guter Erreichbarkeit zur Natur und einer geringeren Ansteckungsrate mit dem Coronavirus, sind heute deutlich gefragter – nicht nur bei zahlungskräftigen Spaniern, sondern insbesondere bei europäischen Staatsbürgern, die das Homeoffice entdeckt haben und dem kalten, nassen oder grauen Wetter ihrer Heimatländer entfliehen wollen. Sie suchen ein sonniges Umfeld mit guter Infrastruktur, in dem sie sich dauerhaft niederlassen oder längere Zeit verbringen können. Entsprechend groß ist das Interesse an großen, freistehenden Häusern mit Terrassen, Gärten und Außenbereichen zur Freizeitgestaltung.
Gefragt sind auch Wohnanlagen mit Balkonen oder Terrassen, Gemeinschaftsgärten, Pools und Erholungsflächen – all das findet man in Altea in großer Auswahl, mit hervorragender Bauqualität und immer noch attraktiven Preisen, die durch die Covid-Krise gesunken sind. Vor allem im Vergleich zu Immobilienpreisen in anderen europäischen Ländern oder Großstädten wie Madrid, Barcelona oder Sevilla. Die Preise im Premiumsegment in Altea dürften jedoch relativ stabil bleiben und sich weniger stark anpassen.
Für diejenigen, die in einer sonnigen Region mit guter Infrastruktur leben möchten, gibt es in Altea viele Möglichkeiten – auch für den Erwerb einer gebrauchten Immobilie zu einem reduzierten Preis mit anschließender Renovierung, etwa zur Schaffung eines Homeoffice-Raumes, großzügiger Lichtverhältnisse oder zusätzlicher Wohnfläche.
Laut Schätzungen der Spanischen Zentralbank gehört der Immobiliensektor zu den wenigen Anlageformen, die auch 2021 und 2022 noch positive Renditen versprechen. Zwar ist die durchschnittliche Rendite aufgrund der Krise von 6,8 % auf 5,6 % gefallen, dennoch bleibt die Immobilieninvestition in Spanien rentabel.
In der Provinz Alicante sind die Immobilienpreise in den letzten fünf Jahren trotz Pandemie um 12,2 % gestiegen.
Fazit: Die Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie haben den Immobilienmarkt, insbesondere im Hinblick auf ausländische Käufer, stark beeinflusst. Auch in Altea ist der Einfluss der Pandemie noch spürbar, doch die Einführung der Corona-Impfung sorgt für neuen Optimismus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird bis Jahresende ein deutlicher Anstieg der Immobilienverkäufe zu verzeichnen sein – insbesondere im Bereich hochwertiger Apartments in guter Lage sowie bei großzügigen Villen mit schöner Aussicht.